Fremde und Freunde feierten Heilig Abend in der ARCHE

Der Heilige Abend in der ARCHE, der heuer auf Einladung der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ zum 33. Mal stattfand, kann ruhig als „Weihnachtliches Gesamtkunstwerk“ bezeichnet werden. Friedlich vereint feierten über 50 Fremde und Freunde mit verschiedenster Herkunft und Religion das Fest, welches sie zuvor miteinander beim Baum- und Tischeschmücken vorbereitet hatten. Als Überraschungsgast kam zur Kaffeestunde erstmalig Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl dazu und gab auf heitere Weise zum Besten, was Frauen zur Weihnachtszeit alles leisten. Sein Dank galt dabei Karla Scheufele, die fürs leibliche Wohl sorgte und Martina Müller, die sich als fürsorgliche „Herbergsmutter“ um die Gäste kümmerte. Allerdings wurde die Urheberin dieser traditionellen „Freunde“-Veranstaltung Inge Grein-Feil vermisst. Sie grüßte wegen einem Infekt per Video-Botschaft vom heimischen Sofa aus. Siggi Feil übernahm auf charmante Art ihren Part und dankte nach seinen Begrüßungsworten vor allem auch den zahlreichen Spendern über die HZ-Aktion „Ihre Hilfe zählt“ und der Tanzschule Rühl Aalen. Damit konnten auch gute Fahrgelegenheiten und  Zuwendungen für Mitmenschen in besonderer Not ermöglicht werden.<xml></xml>

Mit der Geschichte vom Schuster Martin, liebevoll als animierter Film vorgeführt, gestaltete Theologe Wolfgang Klaschka die Andacht, in der auch an den christlichen Sinn der Weihnacht erinnert wurde. Mit der berühmten Aussage von Jesus „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ wünschte man sich gegenseitig und auch den Menschen auf der ganzen Welt Frieden, entzündete wie alle Jahre an der Krippe Kerzlein zum Gedenken an Verstorbene, Vermisste und all die anderen Sorgen und Nöte.

Der Syrgensteiner Musiker Jörg Lanzinger und die drei „Saitenflitzer“ Christina und Marina Binder und Reinhold Wiedenmann begeisterten mit ihrem musikalischen Weihnachtsgeschenk mit wunderschönen Melodien zum Zuhören und Mitsingen.

Bevor die Bescherung für Kleine und große Gäste durch einen lustigen Weihnachtsmann und einen Helferengel das Fest abrundete, ließ man sich ein köstlich zubereitetes Abendessen schmecken.


Dank an KuchenbäckerInnen - Einmal selbst bebacken werden

Von links nach rechts: Bürgermeister Alfons Jakl, stellvertretender FsF-Vorsitzender Bernd Elsenhans, FsF-Vorsitzende Inge Grein-Feil, Bio-Bäcker und Landtagsabgeordneter Martin Grath

Für ehrenamtliches Backen in Dischingens Arche wurden dort am letzten Wochenende die fleißigen KuchenbäckerInnen auf besondere Weise belohnt. Dieses Jahr, so Vorsitzende Inge Greil-Feil von Freunde schaffen Freude (FsF) e.V., löste der Bio-Bäcker Martin Grath ein Versprechen ein, das er abgegeben hatte, als er noch nicht Landtagsabgeordneter war: für die KuchenbäckerInnen zu backen. Dieses Versprechen habe er abgegeben, als er noch nicht Landtagsabgeordneter war. Martin Grath zauberte zusammen mit seinen Helfern, Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl und dem stellvertretenden Vorsitzenden des FsF Bernd Elsenhans vielerlei süße und salzige Köstlichkeiten aus dem mitgebrachten Backofen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse der Grundschule Frickingen, die mit ihrem Flöten- und Gitarrenspiel sowie Gesang und Gedichten unter der Leitung ihrer Lehrerin Anja Schmid zum Erfolg des Nachmittags beitrugen. Bei den ehrenamtlichen KuchenbäckerInnen, die im Laufe des Jahres an die 1800 Kuchenstücke produziert hatten, kam die Anerkennung augenscheinlich gut an. Man freute sich sehr.


Bürgerpreis: Inge Grein-Feil für Lebenswerk ausgezeichnet

Landrat Thomas Reinhardt würdigt das Lebenswerk von Inge Grein-Feil

Zum vierten Mal wurde am Abend des 30. September 2016 der Deutsche Bürgerpreis für den Landkreis Heidenheim verliehen.

Zum vierten Mal wurde am Abend des 30. September 2016 der Deutsche Bürgerpreis für den Landkreis Heidenheim verliehen. Vor Hunderten von Gästen im Konzerthaus würdigten die Ausrichter von Kreissparkasse Heidenheim und Hanns-Voith-Stiftung das Ehrenamt im Landkreis. Heuer hatte es fast 300 Bewerbungen um die Preise in den vier Kategorien gegeben, die mit jeweils 2000 Euro sowie Sachpreisen dotiert sind.

Den Bürgerpreis 2016 für ihr Lebenswerk erhielt gestern Abend „Freunde schaffen Freude“-Gründerin Inge Grein-Feil. Als „Alltagshelden“ wurden Klaus und Angelika Hensolt (Sporttheater Heidenheim) ausgezeichnet. Der Bürgerpreis in der Kategorie „Engagierte Unternehmer“ ging an Rüdiger und Friedemann Bosch (Bosch Backhäusle). In der Jugendkategorie „U 21“ ging der Bürgerpreis an den Jugendbeirat des Heidenheimer Naturtheaters.

Heidenheimer Zeitung

17. Kinderferienfreizeit der „Freunde“

„Vorhang auf, Manege frei“ hieß es anfangs August in der Kösinger Turnhalle für die rund 20 Kinder 17. Ferienfreizeit der „Freunde schaffen Freude e.V.“. Abschluss und das krönende Highlight der Freizeit war die rund einstündige, mitreißende Show, in der die jungen Zirkuskünstler ihr Können zeigten.

Neresheim-Kösingen. Insgesamt etwa 20 Kinder zwischen 7 und 13 Jahren aus den Landkreisen Heidenheim und Dillingen, und aus Neresheim und Oettingen schnupperten und erlernten in knapp drei Tagen verschiedene Zirkustechniken, darunter Jonglage, Akrobatik, Clownerie, Balancieren und Fakirtechniken.

Bereits zum 2. Mal, nach 2015, fand die Ferienfreizeit 2016 in der Kösinger Halle statt, die am Freitagmorgen für die Kinder startete. Sie übernachteten auch in der Halle. Verpflegt und betreut wurden sie von einem engagierten, ehrenamtlichen Team der Aktion „Freunde schaffen Freude“/FsF. Die jährliche Ferienfreizeit ist stets ein großer Erfolg, die etliche Kinder seit mehreren Jahren besuchen. Auch ehemalige Teilnehmer, heute inzwischen Jugendliche arbeiten im Betreuerteam mit.

Gekonnt angeleitet wurden sie von Christof Heiner aus Koblenz, hauptberuflicher Schauspieler, Clown und Artist. Das Thema Zirkus stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder, sie trauen sich etwas zu und beweisen Mut. Zirkusprojekte sind in den letzten Jahren in Deutschland immer häufiger geworden, da sie die Gemeinschaft fördern. Seit sechs Jahren dreht sich die Ferienfreizeit der FsF um Zirkus, da jeder ein Talent hat und es einbringen kann. Für jedes Kind, auch Erwachsenen, war eine geeignete Technik dabei; oft wurden verborgene Talente geweckt. Die Kids hatten den richtigen „Dreh“/Technik schnell raus und studierten in einzelnen Gruppen eine Fülle von verschiedenen Nummern ein.

Höhepunkt des Wochenendes war die großartige Aufführung am Sonntag für Eltern, Geschwister und Omas und Opas zu der Christof Heiner begrüßte und durch das Programm führte. „Arche 2016“ riefen die jungen Künstler zu Beginn. Los ging es mit Jonglage, Balancieren auf Rollen, Einrad fahren und Auftritten des Huhns Emily. Mut bewiesen Mädchen und Jungen auf einem echten Nagelbrett und als sie barfuß auf Scherben standen. Wichtig ist hier mit Ruhe und Konzentration und zu arbeiten, da ansonsten Verletzungen drohen. Waghalsige, menschliche Pyramiden wurden gebaut, Teller jongliert, eine Flasche auf einem Stab balanciert sowie auf Rola Bolas und eine Zugabe des hippen Breakdances gefordert. Geglückt waren Balanceakt mit Jonglage von Pois und Ringen auf einem Balken, das Rollenlaufen und Poisschwingen und die Akrobatiknummer. Alle Darbietungen wurden mit großem Applaus belohnt.

Inge Grein-Feil, Vorsitzende der FsF lobte das abwechslungsreiche Programm, die talentierten Kinder und Mentor Christof Heiner. Sie dankte Bürgermeister Gerd Dannenmann, Ortsvorsteher Dirk Hoesch und Hallenhausmeister Hans Haigh. Sie überreichte dem Küchen- und Betreuerteam Präsente und den Kindern Teilnehmerurkunden. Im Anschluss gab es Kaffee und Kuchen.

„Freunde“ gaben Rechenschaft über eine Fülle soziokultureller Aktionen

Der „alte“ neugewählte „Freunde“-Vorstand von links: Otto Kipp, Inge Grein-Feil, Bernd Elsenhans, Martina Müller.

Begeisternde Bilanz und neuer alter Vorstand

 

Bernd Hitzler, langjähriges Mitglied bei der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ lobte beim Antrag auf Entlastung der Vorstandschaft die „schier unfassbare Fülle soziokultureller Gemeinwesen-Aktionen“ (Hitzler)  im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 9. Juli 2016 in der ARCHE.

Unter Sitzungsleitung von Betriebswirt Friedrich Mayer, der gemeinsam mit Geschäftsfrau Christina Beck aus Nattheim auch die Aufgabe als Kassenprüfer innehatte, erlebten interessierte Mitglieder und Gäste die heuer krankheitsbedingt verspätete Rückschau auf ein erfolgreiches Jahr 2015. Nach Totengedenken und Verlesen der Leitgedanken unterstrich eine Bildpräsentation die Höhepunkte. Der Leistungsbericht von Vorsitzender Inge Grein-Feil beinhaltete ergänzend zu einer statistischen Tischvorlage auch eine Vielzahl von persönlichen Kontakten, Aktionen, Projekte, sowie insgesamt 7.650 Vorgänge per Mail und Telefon.

Besonders freute sich die Vorsitzende über 17 neue Vereinsmitglieder und drei neue Teammitwirkende. Somit kann der Verein auf insgesamt 2.220 Mitglieder und freie Zugehörige aus dem gesamten Bundesgebiet und europäischen Ausland, die den Verein teilweise sehr unterstützen, zurückgreifen. Sie dankte Allen für ihr Engagement und ihren Einsatz insbesondere den Vorstandsmitgliedern, den Aktionsbesprechungsteilnehmern sowie den Helferinnen und Helfer in den Treffs, der Arche, dem Kulturkreis, den Spielkreisleiterinnen, der Szenen-AG unter neuer Leitung von Theaterpädagogin Regine Czichon und den verschiedenen Gastgruppen, die in der Arche Heimat gefunden haben. Alle Akteure, die zum Gelingen beitragen, z. B. das Gesangsduo Seidl-Lanzinger, Musikantenfamilie Popp etc. aufzulisten, würde den Rahmen der Berichterstattung sprengen. Einige aktive Mitglieder besuchten regelmäßig Supervisionen und eine Zukunftswerkstatt.

 

Sozialpädagoge, Theologe und „Hausmusikuss“ Wolfgang Klaschka berichtete in Reimform über die Ereignisse in den inklusiven Treffs in Aalen, Heidenheim und Dillingen und erhielt dafür begeisterten Beifall. Siggi Feil legte anhand einer Kostenzusammenstellung die Veranstaltungsreihe des Arche-Kulturkreises offen. Als besonderen Erfolg wertete er die zumeist ausverkauften Kabarettveranstaltungen mit namhaften Künstlern und dankte den Sponsoren, ohne die solch hochkarätige Veranstaltungen nicht zu meistern wären. Für den Kulturkreis stellte er als neuen Techniker Tobias Bruns vor.

„Herz- und Zeitverschenker“ -Projektbeauftragte Martina Müller listete an einer Vielzahl von Fallbeispielen die Maßnahmen und den Erfolg des  Projekts „Der Einsamkeit ein Schnippchen schlagen“ auf. 2. Vorsitzender Bernd Elsenhans vervollständigte die Ausführungen mit Daten und Zahlen. Angelika Munz berichtete von gutbesuchten 11 Spielenachmittagen und der Unterstützung durch die Gruppe, besonders durch Marianne Burkhard und Miziye Ertuk. Munz berichtete ferner über das erfolgreiche musikalischen Spätaufsteher-Frühstück und die integrativen Discos, die gemeinsam mit der Nattheimer Behindertengruppe in der Arche durchgeführt wurden.

Ehrenvorsitzende Karla Scheufele ging auf die vielen Veranstaltungen insbesondere das Benefizkonzert mit Siggi Schwarz, dem Dixie-Frühschoppen,   dem Landfrauen-Cafe und den elf Arche-Sonntagen in der Begegnungsstätte Arche ein. 

 

Kassenführer Otto Kipp konnte – seit nunmehr 30 Jahren im Amt  - den Jahresabschluss 2015 Dank zahlreicher kleiner und großer Spenden, sowie Bußgeldzuweisungen der Amtsgerichte Günzburg und Heidenheim mit einem Plus abschließen. Dies dient als sichere Grundlage für die im laufenden Jahr anstehenden Projekte, wobei trotzdem schmerzlich die Auslagen im fünfstelligen Bereich für die Brandschutzmaßnahmen zu Buche schlugen.

Die anschließenden Wahlen führte Friedrich Mayer durch. Es wurden 1. Vorsitzende Inge Grein-Feil, 2. Vorsitzender Bernd Elsenhans (Heidenheim), Kassenverwalter Otto Kipp (Giengen), Schriftführerin Martina Müller (Heidenheim) sowie die beiden Kassenprüfer Geschäftsfrau Christina Beck (Nattheim) und Bankbetriebswirt Friedrich Mayer (Heidenheim) in ihren Ämtern für weitere zwei Jahre bestätigt.

Mit den Worten von Bernhard Paul vom Circus Roncalli dankte Vorsitzende Inge Grein-Feil für das Vertrauen in Vergangenes, Gegenwart und Zukunft: „Wenn man etwas liebt und kann, macht es ja auch Spaß. Und dann macht man damit immer weiter. Bis zum Tod!“

Mit den „Freunden“ von Dischingen aus ins Allgäu

Trotz Wetterkapriolen startete am ersten Samstag im Juni eine buntgemischte Reisegruppe der „Freunde“ unter Reiseleitung von Brigitte Deppert ab Dischingen zu einem Tagesausflug ins Allgäu. Doch bevor es Richtung Süden ging, sammelte man in Nattheim, Aalen,  Königsbronn, Schnaitheim, Heidenheim und Giengen die Mitreisenden ein. Derweil war Karl Kienle mit einem Aalener DRK-Rollstuhl-Transportfahrzeug unterwegs, damit auch rollstuhlfahrende „Freunde“ bequem teilnehmen konnten. Die Fahrt gestaltete sich durch gemeinsames Singen zu Akkordeonbegleitung durch Sozialpädagoge Wolfgang Klaschka kurzweilig. In kleineren Gruppen unter gegenseitiger, beispielhafter Hilfe verbrachte man je nach Wetterlage gemütliche Stunden drinnen bei Starkregen im Museum und Kino, draußen bei Sonnenschein im Seecafe im schönen Immenstadt und am Großen Alpsee. Vorsitzende Inge Grein-Feil bedankte sich bei den helfenden Akteuren und Mitfahrern:  „Ausflüge der „Freunde“ sind stets was Besonderes, denn die Teilnehmer zeichnen sich durch große Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit aus. Da kann man überall Freude schaffen und selber erleben.“ Am meisten staunten die  arabischen Männer, die als Flüchtlinge noch nie die Allgäuer Bergwelt gesehen haben, über die Schönheit der Landschaft und die weidenden Kühe mit ihrem Glockengebimmel. Herzliche Grußkarten wurden an die Sponsoren des Tagesausflugs geschickt, denn nur mit dieser Unterstützung können die „Freunde“ auf so großzügige Weise alle rd. 60 Leute zu den beliebten integrativen Ausflügen die Teilnahme ermöglichen.

„Nana Mouskouri“ begeistert in der ARCHE

Auch in Dischingen auf dem Härtsfeld war am Sonntag, 10. April, der Frühling eingekehrt. Auf Einladung der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“  kamen wieder so viele Gäste, dass der Saal in der Arche fast aus seinen Nähten platzte. „Es freut mich, dass so viele unser menschenwürdiges Miteinander mittragen“, freute sich Inge Grein-Feil Das erstaunte nicht, wenn man bedachte, wer der Top-Act des Nachmittags war.

Der Weltstar Nana Mouskouri persönlich? Nein Aber das beste Deutschland –Double Nana aus München präsentiert viele bekannte und beliebte Lieder von Nana Mouskouri. Man musste genau hinschauen, um sich zu überzeugen ob nicht doch die „echte“ Nana auf der Bühne stand, so sehr ähnelt das Double der Sängerin Nana Mouskouri. Sogar von Prominenten aus der Musikszene wurde sie schon des Öfteren verwechselt. Gespannt warteten die Gäste ob sie wohl auch so schön singen kann wie die echte Nana, aber vorher stürmten sie das verführerische Kuchenbuffet.

Im Interview erzählte Nana von einem Charity-Auftritt für Flüchtlinge in München, von Auftritten bei Radio- und Fernsehsendungen mit bekannten Künstlern wie Ron Williams vor 6000 Zuschauern und ihrem monatlichen Oldie Abend im Kir Royal. Nachdem die Vorsitzende Inge Grein Feil die Sängerin auf der Kleinkunstbühne in Dischingen begrüßt und erzählt hatte, dass sie sich bei der Trauerfeier eines gemeinsamen Freundes – nämlich Westernsänger Fred Rai in Dasing im Mai 2015 kennengelernt haben, sang die Künstlerin ihr erstes Lied „Weiße Rosen aus Athen.“ Schon da war es klar; dass sie mit ihrer wunderschönen Stimme, auch in den hohen Tonlagen, das Publikum in ihren Bann zieht. Nun folgten noch viele andere bekannte Lieder zum Mitsummen und Zuhören, auch von anderen Interpreten,  mit einem begeisterten Beifall belohnt wurde. Bei „Akropolis adieu“ hätte mancher Gast gerne den Sirtaki getanzt. Vor Beginn und in den Pausen spielte Wolfgang Klaschka gekonnt auf dem Keyboard und sang Oldies die jeder kannte. Noch lange hätte man der einfühlsamen Stimme von Nana lauschen können, doch einmal muss es die letzte Zugabe sein und dies war dann das Lied „Ich wollte nie erwachsen sein“ von Peter Maffay. Als sie versprach wieder einmal in die Arche nach Dischingen zu kommen, löste das bei den Gästen einen Beifallssturm mit standing-ovations aus. Ohne das ehrenamtliche Superteam der „Freunde“ könnte eine solch` wunderbare Einrichtung für Alte, Junge, Gesunde, Kranke, Behinderte und Einsame allerdings nicht existieren, und bei ihnen bedankte sich die Vorsitzende zum Schluss von ganzem Herzen.

„Arche“ kam auf Schlingerkurs

Als das ehrenamtliche Team der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ und die Aktiven der Nattheimer Behindertengruppe NaBe die Türen um 18 Uhr öffneten, strömten zur 12. Integrativen Disco so viele, teilweise von weiter her angereisten Besucher wie noch nie in die ARCHE. Die DJs Christofer, Jürgen und Dominik aus Aalen brachten die Stimmung der bunt gemischten Tanzbegeisterten , ob im Rolli, ob Jung oder in vorgerücktem Alter von null auf hundert. Die ARCHE kam mit aktuellen Hits und Oldies auf fröhlichen Schlingerkurs.   Vorsitzende Inge Grein-Feil hatte nur eine Aufgabe – die Besucher um herzlichen Applaus für die unermüdlichen Macher der Disco zu bitten. Gelächter gab es allerdings, als sie ins Publikum rief „ich heiße Inge – und ihr?“  Bei Drei riefen alle auf einmal ihren Namen und das laute Stimmengewirr bewies, dass sich über 80 Discofans, teilweise mit Betreuern und Angehörigen in Dischingen großen Spaß hatten.  

Am 7. Oktober 2016 laden die NaBe und die „Freunde“ wieder von 18-22 Uhr zur integrativen Herbstdisco ein.

Gesangsgruppe "Taktlos" begeisterte das Publikum in der „Arche“

Der traditionelle Sonntags-Frühschoppen in der „Arche“ in Dischingen wurde am vergangenen Sonntag von der Gesangsgruppe „Taktlos“ gestaltet.

Vor vollem Haus und einem begeisterten Publikum unterhielt die seit etwa drei Jahren bestehende Gruppe mit Schlagern und Hits aus vergangenen Zeiten und traf damit genau den musikalischen Geschmack der Gäste. Die Sängerinnen Johanna Schauz und Stephanie Vetter sowie Sänger und Gitarrist Peter Klotzbücherm, begleitet am Bass von Günther Stahl und am Piano von Norbert Pfisterer, servierten ihr Programm gutgelaunt und sehr engagiert. Die Zuhörer honorierten den Einsatz mit viel Applaus und letztlich mit Standing Ovation. Hausherrin Inge-Grein Feil war überaus zufrieden mit diesem musikalischen Vormittag, der erst am frühen Nachmittag zu Ende ging.

Brandschutzauflagen in der ARCHE

Obwohl die soziale und kulturelle Begegnungsstätte Arche in Dischingen erst vor 16 Jahren baurechtliche Abnahme fand und eingeweiht wurde, kamen in jüngster Zeit Auflagen seitens des Brandschutzbeauftragten der Landkreisverwaltung auf die Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ zu. 

Dies bedeutete für die „Freunde“ eine unerwartet große finanzielle Herausforderung. Beratend stand ihnen ihr Mitglied Jakob Welches, ehemaliger Bauverständiger, hilfreich zur Seite. Bei Besichtigung vor Ort bestätigte  Welches, dass durch die vorgenommenen Baumaßnahmen im Wert von rd. 16 000 Euro (zwei neue Terrassentüren, Notlichtanlagen, Traufverkleidung mit Schutzanstrich, Fluchtweg-Hinweise etc.) die Auflagen weitgehendst erfüllt wurden.  „Trotz kulantem Rabatt  der ausführenden Firmen bedeutet der immens hohe Betrag für uns eine große finanzielle Herausforderung. Wir schaffen dies nur mit Spenden und Unterstützung, auch seitens verschiedener Bußgelderträge.  Doch wenn die Auflagen zum Wohle unserer Besucher sind, ist uns dies natürlich wichtig.“ so Vorsitzende Inge Grein-Feil.

Glückliche Akteure – glückliches Publikum bei der „Freunde“-Szenen-AG

Von der verliebten Briefmark und Versöhnungen nach langen Jahren

Ob es allein die Einladungen waren, die „Geschichten, die glücklich machen“ versprachen, oder ob Freunde, Verwandte und Bekannte der Laienschauspieler einfach neugierig waren, was da auf der Treff9-Bühne von statten geht oder auch, ob der „Freunde“-Szenen-AG Herzkasper einfach ein guter Ruf vorauseilte – wer weiß das schon. Jedenfalls fand nicht nur die Premiere am Samstag im nahezu vollbesetzten Saal begeisterten Anklang. Auch die zweite Aufführung am Sonntag war gleichermaßen bestens besucht.

Nach ihrer Kennenlern – und Warming up-Phase bei der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ gelang Theaterpädagogin Regine Czichon gemeinsam mit ihren inklusiven, hochmotivierten Akteuren ein hinreißenden Start.  Evi Schweinstetter und Frank Scheufele hauchten den „Ameisen“ von Joachim Ringelnatz mit der Reise von Hamburg nach Australien, die ja bereits in Altona endete, charmantes Leben ein. Ebenso Corinna Bottyen und Rolf Pfeiffenberger mit  ihrem Spiel vom verliebten männlichen Briefmark.

Das Publikum gluckste vor Amüsement, wenn das kleine, blumengeschmückte Kulissenfenster Einblick in köstliche Alltagsdialoge bot. Karla Scheufele und Ruth Eckardt, mussten sich dabei ebenso wenig wie Peter Schertler und Kerstin Keppler „verstellen“, weil die Rollen sehr authentisch gewählt waren.

Ein zufälliges Wiedersehen nach über 40 Jahren erweckte neue, schöne Gefühle. Doch beinahe hätte sich das „junge Glück“ (Ruth Eckardt, Otto Kipp)  vor lauter Wohlstand, den der Postbote (Frank Scheufele) in Form von vielen kleinen und großen Paketen frei Haus lieferte, in der neuen Wohnung wieder aus den Augen verloren. Doch die Einsicht kam rechtzeitig und so rückte ihre Liebe wieder in den Mittelpunkt.

Ein seit Generationen schwelender Grundstücksstreit, offensiv und lautstark ausgetragen,  brachte die  Kontrahenten kurz vor dem Gericht zur Einsicht. Dafür gabs einen Versöhnungsschluck aus dem „Fläschle im Täschle“. (Regine Czichon und Peter Schertler).

Karla Scheufele schwelgte in Erinnerungen an eine Griechenland-Reise, die sie – weil tatsächlich vor Jahren selber erlebt – so einfühlsam und anschaulich frei erzählte, dass es ein leichtes für die Zuhörer war, in der Phantasie die Schönheit von Korinth, dem tiefblauen Meer und den Bilderbuch- Sonnenaufgängen mitzuerleben.

Im letzten Akt wurde es noch ausdrucksstark dramatisch, weil doch das Ende einer Beziehung meistens dramatisch ist. Wäre da nicht die lustig imitierte Zugfahrt aller Darsteller gewesen, mit Frank Scheufele als Schaffner, wäre das Mitleid mit dem versetzten Liebhaber (Peter Schertler) in Lugano kaum zu ertragen gewesen. Doch weil Weihnachten war und Trost vonnöten, kredenzte ein ebenfalls verlassener Gastwirt (Otto Kipp) der jungen Frau (Kerstin Keppler) und ihrem Teddybär Erich viel (zu viel) vom süßen Wein. Zwei gleichermaßen Einsame trösten sich gegenseitig.

Das Publikum honorierte an beiden Tagen die tolle Leistung mit begeistertem Beifall. Das Schlusswort übernahm die „alte Szenen-AG-Schefffin“ Inge Grein-Feil. Sie bedankte sich herzlich bei ihren „Herzkasper“-Szenen-AG-lern und dem Publikum. Dann gabs Fair-Trade-Rosen mit bunten Clowns  und Küsschen neben viel Ermutigung zum Weitermachen.  Dank gabs auch für die Aktion Mensch, die das Projekt unterstützt und an City-Blume für die Rosenspende.

Im Foyer wartete Leckeres fürs leibliche Wohl. Zuschauer und Schauspieler tauschten sich noch aus und das Ende zögerte sich lange hinaus. Weil man halt miteinander so glücklich war.

„Und miteinander gehen in eine neues Jahr …“

Sabine Seidl und Jörg Lanzinger musizierten sich in die Herzen der Arche-Gäste.

Das ARCHE-Team unter Leitung von Lydia Appel war froh über die Verstärkung durch den stellvertretenden „Freunde“-Vorsitzenden Bernd Elsenhans, die Kommunalpolikerin Margit Stumpp und Siggi Feil. Lange vor Beginn der Veranstaltung füllte sich der Arche-Saal am vergangenen Sonntag bis aus den letzten Stuhl, ja es mussten sogar noch Notsitze aufgestellt werden. Wie gut, dass die kleinen Besucher bei Christel Eger im Spielzimmer gut umsorgt waren und Wolfgang Klaschka am Keyboard den Nachmittag musikalisch umrahmte. Als Sabine Seidl und Jörg Lanzinger die kleine Bühne betraten, wurden sie mit tosendem Beifall empfangen.

Obwohl die beiden „Schlawiener“ inzwischen durchs Fernsehen bekannte „musikalische Profis“ sind, haben Sabine Seidl und Jörg Lanzinger ihre natürlich-authentische Herzlichkeit – besonders auch in der Moderation erlebbar - sympathisch bewahrt. Seit 15 Jahren unterstützen sie mit Gesangsdarbietungen das Anliegen der Aktion „Freunde schaffen Freude“ um ein menschenwürdiges Miteinander. Den ersten Teil eröffneten sie mit dem bekannten Bonhoeffer-Lied „Von guten Mächten ...“, das mit dem Refrain dem Nachmittag den Inhalt verliehen hat „ … und mit uns gehen in ein Neues Jahr!“ Sabine Seidls glockenhelle Stimme zur Zitherbegleitung ihres Ehemannes Jörg Lanzinger rührte zu mancher Träne. Doch folgte ein bunter Reigen frohmachender Melodien und Lieder zum Mitsummen und Mitsingen, angefangen vom „Dritten Mann“, „Wien, du Stadt meiner Träume“ und „I möchte gern dein Herzklopfn hörn ...“.   Auch wenn das Lied über das „Wünschen bei Sternschnuppen“ lustig anmutete, regte es zum Nachdenken an. Wer sich bei Sternschnuppen zu vieles wünsche, dem könne auch mal der Himmel auf den Kopf fallen. Für Angelika Mayer-Taubert, die ihren 70. Geburtstag mit Gästen in der Arche feierte, gab es einen extra Gratulationskanon durch Sabine Seidl.

Inge Grein-Feil erbat sich bei der Übergabe einer Steiff-Giraffe („… weil ihr die Größten seid“) als Zugabe „Gschupfte Nudla ...“ und bekam das Versprechen aufs Wiederkommen.

Beim Buchstaben „N“ war’s fünf vor 12

Polonaise quer durch die Begegnungsstätte & Basteln zum gegenseitigen Kennenlernen

In der ARCHE feierten Fremde und Freunde hinein ins Neue  Jahr.

„Fühlen Sie sich wohl und feiern Sie mit uns wie in einer Familie“. Mit diesen Worten begrüßten Martina Müller und Conni Bottyen eine junge Frau, die mit ihrem 12-Jährigen Sohn extra aus Frankfurt angereist war. Sie besuchten über Neujahr Landsleute, die in der ARCHE eine übergangsweise Heimat gefunden haben. Und dann verging unter der Moderation von Inge Grein-Feil die Zeit bis Mitternacht wie im Flug. „Von außen“ sah man nur fröhliche Menschen von 1 bis 93, die teils extra aus Ulm, Ellwangen, Oberkochen und natürlich aus der näheren Umgebung mitfeierten. Nach einem Bastel-Kennenlernspiel von Sabine Kock (auch Mieterin der Arche) war das gegenseitige „Fremdeln“ wie weggeblasen.  Jung und Alt, kranke, gesunde, behinderte, inländische und ausländische Gäste gaben ihr Bestes, um gemeinsam dem oftmals grauen Alltag ein wenig Farbe zu verleihen.  Das ehrenamtliche Team der Aktion „Freunde schaffen Freude“ sorgte rührend für Mitfahrgelegenheiten und fürs leibliche Wohl,  musikalisch mitreißend unterstützt an Akkordeon und Keyboard von Wolfgang Klaschka.  Nach gegenseitigem Helfen am Büfett ging es Schlag auf Schlag:  Dichtgedrängte Polonaise quer durch die Begegnungsstätte,  gespielte Witze von Ruth Eckardt, Otto Kipp und Jürgen Sorg, „Dinner for one“, Tanzen, Schunkeln und alphabetisches Wunschliedersingen.  Beim Buchstaben „N“ war’s fünf vor 12 und weil in der Arche  aus Solidarität mit der Not auf der Welt auch beim 32. familiären Jahreswechsel wieder keine Böller zum Einsatz kamen, stieß man miteinander aufs Neue Jahr an. Meistgehörte Wünsche waren „Gesundheit und dass wir uns hier in der Arche noch oft begegnen!“