"Nana" eroberte die Herzen im Nu

Auch in Dischingen auf dem Härtsfeld kehrte  am vergangenen Sonntag der Frühling ein.  Auf Einladung der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“  kamen wieder so viele Gäste, dass die Arche fast aus seinen Nähten platzte. „Es freut mich, dass so viele unser menschenwürdiges Miteinander mittragen“, freute sich Inge Grein-Feil Das erstaunte nicht, wenn man bedachte, wer der Top-Act des Nachmittags war. Der Weltstar Nana Mouskouri persönlich? Nein Aber das beste Deutschland –Double Nana aus München präsentierte viele bekannte und beliebte Lieder von Nana Mouskouri. Man musste genau hinschauen, um sich zu überzeugen ob nicht doch die „echte“ Nana auf der Bühne stand, so sehr ähnelt das Double der Sängerin Nana Mouskouri.

 Im Interview erzählte Nana von einem Charityauftritt für Flüchtlinge in München, von Auftritten bei Radio- und Fernsehsendungen mit bekannten Künstlern wie Ron Williams vor 6000 Zuschauern und ihrem monatlichen Oldie Abend im Kir Royal. Nachdem die Vorsitzende Inge Grein Feil die Sängerin auf der Kleinkunstbühne in Dischingen begrüßt und erzählt hatte, dass sie sich bei der Trauerfeier eines gemeinsamen Freundes – nämlich Westernsänger Fred Rai in Dasing im Mai 2015 kennengelernt haben, sang die Künstlerin ihr erstes Lied „Weiße Rosen aus Athen.“ Schon da war es klar; dass sie mit ihrer wunderschönen Stimme, auch in den hohen Tonlagen, das Publikum in ihren Bann zieht. Nun folgten noch viele andere bekannte Lieder zum Mitsummen und Zuhören, auch von anderen Interpreten,  mit einem begeisterten Beifall belohnt wurde. Bei „Akropolis adieu“ hätte mancher Gast gerne den Sirtaki getanzt. Vor Beginn und zum Ausklang spielte „Hausmusikuss“ Sozialpädagoge Wolfgang Klaschka gekonnt auf dem Keyboard.

 Noch lange hätte man der einfühlsamen Stimme von Nana lauschen können. Als sie versprach wieder in die Arche nach Dischingen zu kommen, löste das bei den Gästen einen Beifallssturm aus. Ohne das ehrenamtliche Superteam der „Freunde“ könnte eine solch` wunderbare Einrichtung für Alte, Junge, Gesunde, Kranke, Behinderte und Einsame allerdings nicht existieren, und bei ihnen bedankte sich die Vorsitzende zum Schluss von ganzem Herzen.

„Saitenflitzer“ brachten ARCHE-„Passagiere“ in Fahrt

Die Stimmung in der knallvollen Begegnungsstätte schlug hohe Wellen

Die Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ hatte  zum „Miteinander den Sonntag genießen“ in die ARCHE-Begegnungsstätte eingeladen. Als Höhepunkt hatten die vier „Saitenflitzer“   ihren Benefizauftritt angekündigt. Die Stimmungswogen schlugen ab den ersten Takten hoch und das ARCHE-Team hatte alle Hände voll zu tun, fürs leibliche Wohl zu sorgen, derweil Siggi Feil immer mehr Stühle anschleppten durfte. Trotz herrlichem Frühlingswetter kamen ohne Unterlass Besucher aus nahem und weitem Umkreis.  Die kleinen Racker strömten zu Christel Eger ins Spielzimmer, wo gebastelt und gemalt wurde, derweil drinnen im Saal mitgesungen, gelauscht und auch geschunkelt wurde. „Hausherrin“ Inge Grein-Feil lobte die vier jugendlichen Musikanten  Marina und Christina Binder (Syrgenstein) , sowie Armin und Reinhold Wiedenmann (Hohenmemmingen) in den höchsten Tönen für die unermüdliche, mitreißende Session an Gitarre, Bass, Schlagwerk, Akkordeon und Gesang. Volkstümlich Bekanntes wechselte ab mit lustigen Liedern und Schunkelrunden. „Was Ihr musikalisch drauf habt, das ist einfach grandios. Und dann seid ihr auch noch hilfsbereit und sympathisch. Da soll noch einer was gegen die Jugend sagen!“ Sie erzählte noch, dass Marina und Christina bereits seit Einweihung der ARCHE im Jahr 2000 gemeinsam mit ihrem Musiklehrer Jörg Lanzinger alljährlich die Heilig-Abend-Gäste musikalisch erfreuen. Der Dankapplaus wollte nicht enden.

Mit dem Erlös aus der Hutsammlung darf sich eine bedürftige Familie mit kleinen Kindern auf den Besuch im Augsburger Zoo mit allem Drum und Dran freuen.

Inklusive Disco mit Polonaise

Erste Anmeldungen für die nächste inklusive Disco am Freitag, den 6. Oktober 2017 wurden bereits bei Inge Grein-Feil und dem Disco-Team Angelika Munz, Angelika Biermann, Alexandra Argauer, Siggi Feil und Traude Abele abgegeben.

Bereits zum 14. mal brummten in der ARCHE die Bässe und tanzte eine ausgelassene Fangemeinde. Längst ist die Nattheimer Behindertengruppe und die Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“  ein „Dream-Team“. Deshalb war auch die inklusive Disco am vergangenen Wochenende wieder ein voller Erfolg.  Gäste mit und ohne Betreuer kamen direkt aus Dischingen, aber auch von teilweise weit her – so auch von Bopfingen, Aalen, Heidenheim und Dillingen. Roland Abele sorgte wieder für genügend Mitfahrmöglichkeiten. Nun ist dieses Tanzvergnügen, das von Jürgen Sorg ins Leben gerufen wurde und der heute gemeinsam mit „DJ Dominik“ für mega Stimmung sorgt, schon musikalisch was Besonderes. Da gibt es zwischendurch eine fröhliche Polonaise, bei der man im Rollstuhl der „Anführer“ sein kann. Aktuelle Hits wechselten ab mit Lieblingsliedern zum Mitsingen, doch auch Rock und Blues heizten ein. Die DJs liefen vor lauter Musikwünschen zu Höchstleistung auf.  Zwischen den meist jugendlichen Gästen fühlten sich auch Ältere wohl, wobei der Älteste auf die Neunzig zuging. „Do isch wenigstens was los ond besser als dorhoim aufm Sofa sitza ond Fernseha gucka!“, meinte der betagte Senior.

In der Arche gab’s clowneske Spielereien vom Feinsten

Jung und Alt war von Mr. Kläuschen hin und weg

 

In der inklusiven ARCHE kamen kleine und erwachsene Besucher am vergangenen Sonntag nicht mehr aus dem Lachen und Staunen heraus. Der Ausnahmekünstler Klaus Kreischer war extra zu einem Benefizgastspiel aus Berlin nach Dischingen angereist. „Das habe ich Inge Grein-Feil versprochen!“ Der eigentliche Sinn der ARCHE-Sonntage der Aktion „Freunde schaffen Freude“ hat wieder seinen Zweck erfüllt:  Ein gutes Miteinander und dabei den oft sorgenvollen Alltag für eine Weile vergessen.

Selbst Kinderbetreuerin Christel Eger mit vielen kleinen Rackern und auch das ARCHE-Team machten Pause von ihrem ehrenamtlichen Einsatz und ließen sich auch von den Späßen und Kunststücken des Mimen und Clowns Mr. Kläuschen mitreißen.  Der betagte Gast Günther und der kleine Raphael wurden kurzerhand als Bühnenstars auf die Bühne geholt, derweil das Publikum beim Seifenblasen-Abschießen auch mal kräftig nass gespritzt wurde. Für Beate Datismann bleibt dieser Nachmittag, an dem sie in der ARCHE ihren Geburtstag feierte, bestimmt unvergessen. Mr. Kläuschen gratulierte ihr höchstpersönlich und überreichte ihr eine handgefertigte Luftballon-Blume. Hausmusikuss Wolfgang Klaschka staunte nicht schlecht, als er zum Untermann bei einer echten Artistik Nummer erwählt wurde. Kläuschen vollführte einen Handstand auf den Händen des überraschten Sozialpädagogen, was wiederum mit begeistertem Beifall belohnt wurde. Den Erlös aus der Hutsammlung spendete Klaus Kreischer für eine Familie in großer Not.

Die Heidenheimer „Werkstatt“ präsentiert sich in der ARCHE

Bis auf den letzten Platz gefüllt war am vergangenen Sonntag die soziokulturelle ARCHE. Darunter befanden sich auch zahlreiche Hobbykünstler der „Werkstatt“ gemeinsam mit ihrem Leiter Walter Häfner. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von den „Saitenflitzern“. Präsentiert wurden erstmalig in der „Kleinen ARCHE-Galerie“ Lithografien von Klaus Albrecht, Helga Birkhold, Gabriele Decker, Kirsten Hermann-Gehringer, Käthe und Eckard Kaiser, Hans Lindenthal, Gudrun Nies, Rosemarie Schütt und Walter Häfner. Kunstexpertin Brigitte Deppert vom „Freunde“-Team führte mit interessanteren Details in die Ausstellung und besonders in die Entstehung von Lithografien ein. Hierbei erinnerte sie an den bekannten Heidenheimer Maler und Grafiker Hans Schweiger (+) , der im Jahr 1979 diesen Kreis gegründet hat. Von ihm stammt auch noch das handwerkliche und gestalterische Wissen.  Die Vorsitzende der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ Inge Grein-Feil dankte den Künstlern für die überaus kreative „ARCHE-Verschönerung“. Sie betonte, dass es in der ARCHE nicht allein ums integrative, seelisch-leibliche Wohl , sondern auch um die Förderung von Kunst und Kultur gehe. Mit den Worten „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ lud sie zur Betrachtung der Lithografien bei einem Umtrunk ein.

Die Ausstellung der Heidenheimer „Werkstatt“ ist bis Herbst 2017 bei den ARCHE-Veranstaltungen, jedoch auch auf Wunsch möglich.

„Freunde“-Büro Tel. 07327-5405;  Brigitte Deppert, Tel. 01711437848

Auf hundertfache Weise schenkten Albkosaken in der ARCHE Freude

Bei den Begrüßungsworten zum Jahresauftakt der integrativen Sonntage in der ARCHE durch die Vorsitzende der Aktion „Freunde schaffen Freude e.V.“ Inge Grein-Feil kam das barrierefreie Schifflein wegen Überfüllung ins Schwanken. „Mit unserem Programm wollen wir Menschen, auch denen vom Rande, ein paar schöne Stunden schenken. Also rückt zusammen, damit alle Platz finden“. 

„Willkommen liebe Freunde“ sangen die Albkosaken zur Begrüßung. Der Refrain lautet: „Drum lasst uns singen und fröhlich sein“. Und das war der Tenor des Nachmittags in der Begegnungsstätte. Paul Frey trug in Gedichtform den Werdegang der Albkosaken vor. Vier Tenöre und ebenso viele Bassstimmen singen mit Akkordeon-Begleitung durch Irma Kottwitz. Russische Weisen mit deutschem Text sind das Markenzeichen der Albkosaken. Schon bei „Stenka Rasin“ setzen die Männer mit kräftigen, vollen und klaren Stimmen ein, taktrein und tonsicher. Bei „Suliko“ und „Das einsame Glöckchen“ sind die Tenöre echt gefordert!

Mit „Kalinka“ beschlossen die Albkosaken ihre Russischen-Weisen. Das Publikum ging rhythmisch mit. An der Theke wurde sogar vom ARCHE-Team „Kasatschok“ geübt -  mittendrin die Bundestagskandidatin Margit Stumpp, die seit Jahren einmal jährlich im Team mithilft.

Die Albkosaken sind allesamt Mitglieder im Schwäbischen Albverein Ortsgruppe Dettingen. Wen wundert`s, dass ihr Repertoire Wander- und Volkslieder beinhaltet. Auch Schäferlieder haben es den „Älblern“ angetan. Schon J. W. Goethe muss „An dem reinsten Frühlingsmorgen“ einer jungen Schäferin begegnet sein. „Dort wo die klaren Bächlein rinnen“ und beim „Alten Schäfer“ wurde es mucksmäuschenstill im Saal.

„Das alte Spinnrad“ brachten die Sänger zum erzählen.

Der Jahreszeit entsprechend: „Draußen im Wald“, „Der Schneewalzer“ und „Den Schlitten zieht mein Pferd“ versetzten die Gäste in Winterstimmung. Dann wurde es schwäbisch! „A`Sträußle am Hiatle“, getextet von Hilde Wöhrle aus Heldenfingen und “I ben halt a Schwaub“, aus der Feder von Pfarrer Fritz Held aus Hofstett-Emerbuch vermittelten Heimatgefühle. „Ein schöner Tag ward uns beschert“ sangen Albkosaken und Gäste gemeinsam und konnten dem Text voll zustimmen. Die Zugabe: „Schon die Abendglocken klangen“ aus „Das Nachtlager von Granada“ verlangte von den Sängern nochmals volle Konzentration und ließ den Nachmittag harmonisch ausklingen.