Freunde schaffen Freude

Info-Symbol

Liebe „Freunde“,

die Corona-Pandemie macht mal Pause und somit können wir derzeit, Begegnungen durchführen. Wir versuchen allerdings auch mit nötiger Vorsicht in der ARCHE, bei der Kultur sowie bei den Treffs Infektionen zu vermeiden.
Achtet auf eventuelle Infos auf dieser Homepage.
Danke für alle Unterstützung, die wir bisher erhalten haben.
Bleibt gesund.

Herzliche Grüße

Inge mit Team

YouTube-Logo

Hallo Freunde,
in der Not frisst der T…. Fliegen heißt es – und wir haben aus dieser Not keinen Gefallen an Fliegen, dafür starteten wir bereits im Mai 2020 ein neues Projekt unter dem Namen „Corona und Boriss“. Mittlerweile hat Corona sich umbenannt und heißt nun Melissa.

Freunde schaffen Freude auf YouTube. Neugierig? Viele Unterstützer haben das Projekt mit Beiträgen interessant gemacht. Derzeit will Boriss und Melissa die „Freunde“ kennenlernen und sie besuchen alle Projekte. Evtl. will Boriss auch den Vorsitz übernehmen …?! Schauen Sie selbst!


Bundespräsident FrankWalter Steinmeier zeichnet Inge und Siggi Feil mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus

Mit folgender Laudatio ehrte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 9. Juni in Rottweil im Mehrgenerationenhaus Kapuziner im Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann Inge Grein-Feil und Siggi Feil mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande:

Ingeborg Grein-Feil und Siegfried Feil, Dischingen

Vor fast vier Jahrzehnten gründete Ingeborg Grein-Feil den Verein „Freunde schaffen Freude“. Vor Ort hilft sie damit Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen – und das, obwohl sie selbst an Multipler Sklerose leidet. Tatkräftig unterstützt wurde sie hierbei von ihrem Ehemann Siegfried Feil, der auch die Geschäftsführung des Vereins übernahm. Geprägt vom Gedanken des Füreinander-da-Seins schufen

sie die integrative Begegnungsstätte „Arche“, die Ferienfreizeiten für Kinder mit und ohne Behinderung, inklusive Discoabende, integratives Theater und viele weitere Kulturprojekte anbietet. Mit ihrem Verein haben sie einen Anlaufpunkt für Menschen geschaffen, der Hilfsbedürftige unterstützt, Einsamkeit entgegenwirkt und Menschen über die Generationen hinweg zusammenbringt. In der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie haben sie gezeigt, wie mit kreativen Ideen der Kontakt gehalten und Solidarität vor Ort gelebt werden kann.

Siehe auch in Youtube bei Boriss und Melissa!
Persönlicher Höhepunkt für Inge Grein-Feil war, dass sie die Dankrede im Namen aller sechs weiteren Geehrten sprechen durfte. Sie mischte den von ihr vorbereiteten Text humorvoll auf - es gab viel Zwischen-Lachen, vor allem von Bundespräsident Steinmeier selber. Als Zugabe gab’s noch eine Umarmung die von Steinmeier erwidert wurde  - und tosenden Applaus.

Vier unglaublich große Fußstapfen

Seit 1984 engagiert sich Inge Grein-Feil mit der Aktion „Freunde schaffen Freude“ für andere Menschen. Nun will sie kürzertreten und gleichzeitig ihr Lebenswerk für die Zukunft rüsten – keine leichte Aufgabe.

Inge Grein-Feil zusammen mit ihrem Mann Siggi Feil

Es brauchte wohl die richtige Kombination von inneren und äußeren Einflüssen, damit etwas von der Strahlkraft der Aktion „Freunde schaffen Freude“ entstehen konnte. Aus den ersten, mutigen Schritten wuchs im Laufe der Jahre ein Netzwerk heran, das nicht nur zahlreichen Menschen die versprochene Freude spendet, der Verein ist längst auch in mehreren Landkreisen im württembergisch-bayerischen Grenzgebiet ein unverzichtbarer Baustein der sozialen Versorgung geworden.

1984, als Inge Grein-Feil den Verein zusammen mit ihrem Mann Siggi Feil gründete, hätte es ihr wohl niemand verdacht, wenn sie ausschließlich an sich gedacht hätte. Sie hatte bereits einen Lebensweg mit einigen Mühen hinter sich, als sie die Diagnose Multiple Sklerose ereilte. Mit der ihr eigenen Entschlossenheit lehnte sie es ab, nach Innen zu blicken, sie wandte vielmehr ihre Energie nach Außen in den Verein. Tatkraft, ein geradezu felsenfester Humor und eine gute Portion Gottvertrauen ebneten ihr den Weg.

„Wir waren hochidealistisch und ein bisschen naiv“, sagt Inge Grein-Feil mit Blick auf die Gründerjahre. Naiv war vielleicht, dass sie ausblendeten, welche Menge an Arbeit sie sich aufluden. Denn der Bedarf war immens. Im Laufe der Jahre kümmerten sich die „Freunde“, wie sie auf der Ostalb kurz heißen, um Menschen mit Behinderungen ebenso wie um sozial Schwache, Geflüchtete oder in irgendeiner Weise Gestrauchelte. Buchstäblich Tausenden Menschen konnten die vielen ehrenamtlich Aktiven der „Freunde“ helfen, vielfach materiell und noch viel öfter mit der Herzenswärme, die den Kern des Vereins ausmacht.

Fast drei Dutzend Einzelprojekte sind im Laufe der Zeit entstanden. Es gibt Angebote für wohnsitzlose Menschen, eine Disco für Menschen mit Behinderungen oder ein Kleinkunstprogramm in der eigenen Begegnungsstätte „Arche“ in Dischingen, das in der Region praktisch konkurrenzlos ist. Die Veranstaltungen mit den Größen der deutschen Kabarettszene tragen wiederum dazu bei, Geld für die sozialen Projekte zu sammeln.

Über die Jahrzehnte hinweg hat Inge Grein-Feil unermüdlich an ungezählte Türen geklopft und immer wieder Unterstützer gewonnen. Dass manche Tür zunächst verschlossen blieb, mag sie insgeheim betrübt haben, hielt sie aber nie davon ab, mit derselben Hoffnung irgendwann wieder zu klopfen. Im Kuratorium, dass die „Freunde“ unterstützt, ist der Heidenheimer Landrat Peter Polta ebenso vertreten wie der frühere Rektor der Dualen Hochschule Heidenheim, Manfred Träger, und Vertreter der regionalen Wirtschaft.

Dem Anschein, dass die „Freunde“ als stabil geknüpftes Netzwerk noch jahrzehntelang weiter arbeiten können, will Inge Grein-Feil gar nicht widersprechen. Die große Herausforderung der kommenden Jahre ist aber, eine Nachfolge für die Gründerin zu finden. Sie ist jetzt 76, Siggi Feil neun Jahre jünger, mit Blick auf ihr Lebenswerk haben sie sich etwas Ruhe längst verdient. Dass sie die MS so lange in Schach halten konnte, scheint ohnehin unglaublich. „Ich wollte ja bis 100 arbeiten, aber jetzt zeigen sich die Grenzen“, sagt Grein-Feil. Mehrere Versuche, eine Nachfolge zu finden, blieben bislang ohne Erfolg. Sie wünsche sich jemanden, der das Konzept mit neuen Ideen ergänze und die christliche Motivation hinter dem Verein nicht außer Acht lasse. „Ich möchte die Flamme weitergeben, nicht die Asche“, sagt sie kämpferisch und fügt hinzu: „Anfangen war schon schwierig, aber aufhören, das wäre brutal.“

Dr. Dietmar Horst, Pfarrer der Dischinger Kirchengemeinde St. Johann Baptist begleitet die „Freunde“ seit vielen Jahren. Ohne diesen Verein und seine rührigen Ehrenamtlichen würden vielstimmige Fürsprecher fehlen „für Menschen, die sich nicht zu Wort melden“, glaubt Horst. Den „Freunden“ samt ihrer Vorsitzenden gelinge es, auf die Menschen zuzugehen und sich so unbürokratisch wie unkonventionell einzusetzen. „Sie machen vieles, das sonst gar nicht gemacht würde“, so Pfarrer Horst. Dieses Engagement der Aktion „Freunde schaffen Freude“ entlaste damit auch Kommunen, Landkreise und Kirchengemeinden in der Region.

Diese Einschätzung teilt Klaus Moser. Der ehemalige Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg berät die „Freunde“ in deren Kuratorium und sagt, ein „schleichendes Auslaufen“ des Vereins wäre die schlechteste aller denkbaren Varianten. Das müssten, so Moser, auch alle bedenken, die „wissentlich oder unwissentlich“ von der vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit profitieren: „Dann bröckeln die Ehrenamtlichen weg, und das sind viele, die ganz lautlos unterstützen.“

Mosers erklärte Wunschlösung wäre eine Person oder ein Team, das die Arbeit von Inge Grein-Feil und Siggi Feil weiterführt – womöglich mit eigenen Akzenten, aber auch in deren Fußstapfen, was die überkonfessionelle und überparteiliche Ausrichtung angeht. Denkbar wäre aber auch, dass eine ähnlich gelagerte Einrichtung die „Freunde“ unter ihr Dach nimmt und mit einer gewissen Sonderstellung ausstattet.

Seit der Wunsch der Vereinsgründer, nach fast vier Jahrzehnten intensiver Arbeit kürzer zu treten an die Öffentlichkeit gelangt ist, hat sich auf der Ostalb auch eine gewisse Sorge breit gemacht. Viele Menschen hätten sie bang gefragt, ob sie einfach aufhören werde, sagt Inge Grein-Feil. Diese Sorge habe sie in vielen Gespräch nehmen können. Zudem hat sich unter dem Eindruck zahlreicher ermutigender Zuschriften ein Arbeitskreis aus Vereinsmitgliedern und externen Unterstützern gegründet, der gangbare Wege für die Zukunft der „Freunde“ ausloten will. Ein erstes Ergebnis ist, dass, wer auch immer der Gründungsvorsitzenden nachfolgen wird, auf eine ausreichend lange und intensiv begleitete Übergangsphase bauen kann.

Das motiviert auch „die Inge“, wie sie in der Region meist genannt wird: „Es ist mein Herzenswunsch, dass es in fundierter Weise weitergeht, und dafür gibt es eine Chance.“

Jens Eber


Wir sind bei der Aktion »Freunde schaffen Freude«, weil wir hoffen, damit die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Menschen zu fördern.
Das gemeinsame Wohlergehen ist für jeden wertvoll, deshalb wollen wir uns bemühen, friedlich und ehrlich zueinander zu sein.
Wir sind dabei, weil es uns persönlich Freude bereitet, und weil jeder von uns versuchen kann, menschliche Not zu lindern. Die Gemeinschaft kann hierbei hilfreich sein.

Wir sind Menschen, die Freude daran haben, ihr Leben sinnvoll zu gestalten, indem wir uns zwanglos nach Stärken und Schwächen ergänzen.
Es ist uns ein Anliegen, Konflikte zu bewältigen, Vorurteile abzubauen und uns durch Gespräche miteinander besser verstehen zu lernen.
Jeder sollte nur seine persönliche Erfahrung einbringen, wie er selbst die Anliegen und Ziele von FsF verwirklicht.
Wichtig ist zuerst und immer wieder die Frage:

„Was macht mir Freude, was mache ich gerne, und wie kann ich damit einem andern Menschen Freude und Hilfe sein?“

Hilfe für Menschen in Notlagen
Hilfe für Menschen in Notlagen
163 Spenden
93 % finanziert
Es fehlen noch 1.130,00 €
Informieren & spenden
Betterplace-Widget Minilogo
Eine Initiative von betterplace.org und der Heidenheimer Zeitung
Gegen die Einsamkeit: Hilfe für die Herz- und Zeitverschenker
Gegen die Einsamkeit: Hilfe für die Herz- und Zeitverschenker
40 Spenden
81 % finanziert
Es fehlen noch 925,00 €
Informieren & spenden
Betterplace-Widget Minilogo
Eine Initiative von betterplace.org und der Heidenheimer Zeitung
Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine
Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine
1 Spenden
50 % finanziert
Es fehlen noch 1.000,00 €
Informieren & spenden
Betterplace-Widget Minilogo
Durch Corona-Krise: Abgesagte Vorträge bedeuten fehlende Einnahmen
Durch Corona-Krise: Abgesagte Vorträge bedeuten fehlende Einnahmen
4 Spenden
27 % finanziert
Es fehlen noch 725,00 €
Informieren & spenden
Betterplace-Widget Minilogo
Eine Initiative von betterplace.org und der Heidenheimer Zeitung
Auch die „Freunde“ brauchen Hilfe
Auch die „Freunde“ brauchen Hilfe
19 Spenden
72 % finanziert
Es fehlen noch 550,00 €
Informieren & spenden
Betterplace-Widget Minilogo
Eine Initiative von betterplace.org und der Heidenheimer Zeitung
Die Kabarettbühne in der ARCHE ist seit Covid-19 leer
Die Kabarettbühne in der ARCHE ist seit Covid-19 leer
39 Spenden
84 % finanziert
Es fehlen noch 480,00 €
Informieren & spenden
Betterplace-Widget Minilogo
Eine Initiative von betterplace.org und der Heidenheimer Zeitung